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Liegendschießen im Hohenzollern Skistadion

Deutsche Biathlonmeisterschaften mit den Weltcup-Siegern
vom 04. bis 06. September 2015 im Hohenzollern Skistadion

Programm steht – Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – Biathlonstars hautnah erleben

Nach 2011 und 2013 kämpfen im September 2015 die Deutschen Biathlonstars der Internationalen Biathlonszene im Skilandesleistungszentrum / Hohenzollern Skistadion am Gr. Arbersee erneut um Deutsche Meisterehren. Nach dem offiziellen Training am Freitag stehen dabei die Titelkämpfe im Sprint am Samstag und in der Verfolgung am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens.

Nachdem die Meisterschaften um den Pokal der Internationalen Biathlonunion im Januar wegen eines Wärmeeinbruches und dem damit verbundenen Schneemangel abgesagt werden mussten, freuen sich die Verantwortlichen vom Biathlon – Organisationskomitee Langdorf um Otto Probst und dem Wettkampfleiter Sepp Schneider auf die Titelkämpfe umso mehr. Mit dem Sprint am Samstag und dem anschließenden Verfolgungswettbewerb am Sonntag konnten einmal mehr zwei äußerst attraktive Wettkämpfe in den Bayer. Wald geholt werden.

Sepp Schneider verdeutlicht die Bedeutung der Deutschen Meisterschaften: „Neben dem Kampf um Deutsche Meisterehren dienen diese Wettkämpfe auch als Standortorientierung über den aktuellen Trainingsstand für Sportler und Trainer!“ Besonders freut er sich über das Hohe Leistungsniveau der Wettkämpfe, denn: „Wer im Deutschen Biathlonkader vorne dabei ist, zählt auch zur Weltspitze!“ betont er.

Ein Blick zurück auf die vergangene Weltcup-Saison bestätigt dies: So konnten sich bei den Herren mit Simon Schempp (Platz 4) und Erik Lesser (Platz 9) zwei Deutsche Biathleten unter den Top Ten der Weltspitze platzieren. Bei den Frauen waren es sogar drei: Franziska Hildebrand (Platz 5), Laura Dahlmeier (Platz 8) und Franziska Preuß (Platz 9). Auch bei den Weltmeisterschaften konnten die deutschen Biathleten mit hervorragenden Leistungen glänzen. So werden insgesamt 8 aktuelle Weltmeister (Erik Lesser in der Verfolgung und gemeinsam mit Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp in der Staffel) sowie der Deutschen Damenstaffel mit: Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Laura Dahlmeier im Hohenzollern Skistadion an den Start gehen. Von besonderem Interesse ist sicherlich auch, inwieweit es Miriam Gössner und Andreas Birnbacher nach ihren gesundheitlichen Problemen in der vergangenen Saison gelungen ist, sich in der Deutschen Spitze wieder zu etablieren. Sicherlich wird auch Lokalmatador Florian Graf im Mittelpunkt des Interesses stehen. In der abgelaufenen Saison konnte er neben dem Gesamt-Sieg im Sprintwettbewerb auch die Gesamtwertung im IBU-Cup mit nach Hause in den Bayer. Wald nehmen. Darüber hinaus wird er alles daran setzen sich für die kommende Saison für den Weltcup zu empfehlen und seinen Deutschen Meistertitel im Sprint, den er sich 2013 im heimischen Hohenzollernstadion erkämpft hat, zu verteidigen.

Aber auch die Stars der Internationalen Biathlonszene von morgen, der hoffnungsvolle Nachwuchs der Biathlon-Landesverbände wird sich bei den Deutschen Meisterschaften präsentieren und versuchen ihren Vorbildern vielleicht die ein oder andere Überraschung zu bereiten. Sepp Schneider verspricht dabei nicht nur spannende Wettkämpfe auf Weltklasseniveau sondern auch, dass die Zuschauer in keinem anderem Biathlonstadion den deutschen Biathlonstars so nahe kommen, wie im Hohenzollern Skistadion. Die Verantwortlichen um Otto Probst und Sepp Schneider hoffen auf eine möglichst große Zuschauerkulisse um: „.. alle Sportler lautstark anzufeuern und den Aktiven, Trainern und Betreuern unvergessliche Deutsche Biathlon-Meisterschaften im Bayer. Wald zu bieten!“

Stadionausbau beginnt im Juni

Mit nahezu unveränderter Vorstandschaft geht der Förderverein Landesleistungszentrum Arber die Mammutaufgabe des Ausbaus des Hohenzollern-Skistadions am Großen Arbersee an. Vor dem Team um Hermann Kastl, der bei der Hauptversammlung als Vorsitzender bestätigt wurde, steht in den kommenden Jahren ein Berg an Arbeit. Man möchte die Modernisierung der Anlage noch heuer so weit abschließen, dass in der Wintersaison Wettkämpfe in der Arena möglich sind.

Im Hohenzollern-Stadion beschränkte sich Hermann Kastl in seinem Rechenschaftsbericht darauf, die Anwesenden über den anstehenden Ausbau zu informieren. Auf 2,8 Millionen Euro ist die Maßnahme veranschlagt und diese Summe kann nach Kastls Überzeugung auch eingehalten werden. „Es war nicht leicht, alle beschlossenen Einzelmaßnahmen in einen für alle Betroffenen tragbaren Kompromiss zu bringen“, so der Vorsitzende. In mühevoller Kleinarbeit mit Abwägung diverser Planungs- und Änderungswünsche habe man letztendlich einen Stand erreicht, der nun umgesetzt werde. Kastl dankte besonders Planer Karl Kindl, der die vorgebrachten Wünsche umgesetzt habe. Der Förderverein könne auf Finanzhilfen aus dem Leaderprojekt, der BSV-Spitzenförderung und der Sonderförderung des Kultusministeriums bauen.
Im kommenden Winter sollen im Hohenzollern-Skistadion bereits wieder Wettkämpfe stattfinden. Darauf sind die Ausbaupläne ausgelegt.

Bereits Anfang Juni sollen erste Gewerke vergeben werden. Für die weiteren Arbeiten laufen die Ausschreibungen, der Spatenstich ist für den 13. Juni geplant. „Unser ehrgeiziges Ziel ist nach wie vor, den Ausbau noch in diesem Jahr abzuschließen, nachdem 2015 bereits überregionale Wettkämpfe zugesagt sind“, so der Vorsitzende.

In der Trasse für die Trinkwasserversorgung werden auch die Abwasserrohre verlegt, informierte Karl Kiendl. Zudem werden Leerrohre für eine spätere umfangreichere Elektrifizierung und Beschneiung vorgesehen. Die Löschwasserversorgung soll über eine Zisterne sichergestellt werden. Bei der Rollerbahn sei man von einer Sanierung von Schadstellen zu einer besseren Lösung mit einem umfangreichen Ausbau gekommen. Wegen fehlender Bankette werde begleitend zur Rollerbahn ein etwa 1,50 Meter breiter Crosslaufbereich realisiert. Zudem sollen Fehlflächen asphaltiert werden, um Wettkampfvorgaben zu erfüllen.

Bei der elektronischen Erschließung bekommt nach den Worten des Planers eine kleine Lösung den Vorzug. Im Bereich des Schießstandes sollen 18 Meter hohe Masten die geforderte Ausleuchtstärke bringen. Zudem ist die Verlegung von Glasfaserkabeln vorgesehen, um die Rennauswertung zu verbessern.

Das Sportlergebäude entsteht an Stelle des jetzigen Wachsgebäudes und wird als Kombination aus bestehenden und neuen Containern umgesetzt. Geplant sind darin zum Beispiel Ruhe- und Trainerräume sowie sanitäre Anlagen. Der Schießstand soll nach dem Umbau dem modernsten Stand entsprechen. „Die Klappen fallen weg und werden durch Impulse wiedergebende Platten ersetzt“, so Karl Kindl. Für die Trainer heißt das, dass sei das Trefferbild der Biathleten sofort auf den Laptop zur Auswertung bekommen.

„Der Winter war kein Winter“, so lautete das nüchterne Fazit Sepp Schneiders zur Biathlon-Saison. Viele Rennen mussten abgesagt werden, darunter der Conti-Cup. 80 Athleten trainieren aktuell in dem in Deutschland nach Ruhpolding und Oberhof an dritter Stelle rangierenden Biathlonstadion. „Sieben davon sind deutschlandweit vorne dabei“, so der Stützpunktleiter weiter. Für den 10. Januar 2015 ist der Alpencup geplant, eine Woche später schon der IBU-Cup. Zudem habe man sich um die Rollski-WM beworben, so Schneider.

„Wir hatten immer gute Wettkämpfe“, sagte Alpin-Cheftrainer Karl Köppl. Lobend stellte er die Zusammenarbeit mit der Arber-Bergbahn heraus. Im Schülerbereich konnte der Trainer auf mehrere nationale Titel seiner Läufer verweisen, von denen zum neuen Schuljahr drei an die Eliteschule des Sports nach Berchtesgaden wechseln.

Aus dem Kassenbericht Paul Wölfls war unter anderem ablesbar, dass der Unterhalt des Skistadions einen enormen Aufwand mit sich bringt. „Im Alpinbereich nimmt uns das die Arber-Bergbahn ab“, so der langjährige Kassier. Die Kassen- prüfer Hans Plötz und Hans Weininger bescheinigten Wölfl eine einwandfreie Arbeit, die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Um den Unterhalt des Stadions soll sich eine gemeinnützige Betriebs-GmbH kümmern, wie Herbert Unnasch, Geschäftsführer der Arberland Regio GmbH, erklärte. „Der Unterhalt wird sich mit dem Neubau erhöhen“, prognostizierte Unnasch und kündigte an, dass man die Vermarktung professioneller angehen wolle, um Mehreinnahmen zu erzeugen.

Per Akklamation wurden unter der Leitung Herbert Unnaschs und Tobias Wittenzellners die Vorstandsämter im Förderverein für die kommenden drei Jahre besetzt. Gewählt wurden:

1. Vorsitzender: Hermann Kastl, Lindberg; stellvertretende Vorsitzende: Landrat Michael Adam (Regen), Landrat Franz Löffler (Cham), Bürgermeister Charly Bauer (Bayerisch Eisenstein) und Thomas Liebl (Chef der Arber-Bergbahn, Fürstlich HohenzollernscheVerwaltung); Geschäftsführer und Kassier: Paul Wölfl, Zwieslerwaldhaus.

Vereinsausschuss: Stützpunktleiter Biathlon/Langlauf: Sepp Schneider, Regen; Stützpunktleiter alpin: Gerhard Richter, Bad Kötzting; Bezirksvertreter Oberpfalz: Karl-Heinz Sölch, Cham; Landkreisvertreter Cham: Markus Müller, Neukirchen b. hl. Blut; Gemeindevertreter Oberpfalz: Paul Rossberger, Bürgermeister von Lam; Markus Hofmann, Bürgermeister von Bad Kötzting; Franz Müller, Bürgermeister von Lohberg und Josef Schmid, Bürgermeister von Arrach.

Gemeindevertreter Niederbayern: Ilse Oswald, Bürgermeisterin von Regen; Franz Xaver Steininger, Bürgermeister von Zwiesel; Joachim Haller, Bürgermeister von Bodenmais und Otto Probst, Bürgermeister von Langdorf. Ebenfalls im Vereinsausschuss sind: Michael Torger, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 112, Regen und der Kommandeur der Bundespolizei Deggendorf.

Vereinsvertreter Oberpfalz: Sepp Klingseisen, SpVgg Lam; Vereinsvertreter Niederbayern: Alfons Piermeier, TSV Regen; Schulvertreter Oberpfalz: Josef Baumann, Arrach-Haibühl; Schulvertreter Niederbayern: Reiner Gattermann, Realschule Zwiesel; Vertreter private Mitglieder: Martin Adam, Zwieslerwaldhaus; Gerhard Aschenbrenner, Arrach; Kassenprüfer: Heinz Felgenhauer, BLSV- Kreisvorsitzender Hans Plötz, Viechtach.

Passauer Neue Presse vom 27.05.2014